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Ein Blick auf die Karte und die Vermutung liegt nahe, Griechenland
sei das Land des Wassers und der Inseln. Im Westen etwa die
Ionischen Inseln und vor allem aber die hohe Zahl von
Inseln bzw. Inselgruppen in der Ägäis bestätigen
dies unversehens. Insgesamt werden hier weit über 9000
Inseln gezählt. Dabei war da, wo heute das Wasser die
natürliche Grenze zur Türkei
bildet einst Festland.
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Bucht auf Kaliminos
Bildquelle: pixelio.de |
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Diese sog. Landbrücke nach Kleinasien versank jedoch
allmählich in den Fluten und zurück blieben diese
einmaligen Schönheiten, jede für sich mit einem
ganz eigenen Charakter. Dabei werden über 75 Prozent
der Landfläche als gebirgig eingestuft. Mit 2.917m ist
der Mytikas der höchste Berg von Griechenland
und macht damit deutlich wie vielfältig sich das Spektrum
zwischen zerklüfteten Buchten und in der Sonne glühenden
Bergspitzen hier darstellt.
Beginnt man eine Rundreise im Norden, etwa in Makedonien,
so wird man früh mit dem Artenreichtum und der Unberührtheit
der Natur, aber auch mit der tief verwurzelten historischen
Bedeutung dieses Landes bekannt gemacht. Waldreiche Bergketten
aus Pinien-, Buchen- und Tannenbeständen, die vielen
Seen und atemberaubende Wasserfälle bieten zahlreichen
Lebewesen ein zuhause. Daneben laden aber auch malerische
Strände und verträumte Fischerdörfer zu einem
kurzen Verweilen ein. Wer sich auf Spurensuche begeben will,
findet hier so manches alte Relikt aus den vergangenen Jahrtausenden.
Weiter südlich erstreckt sich Attika. Hier setzen
sich die gegensätzlichen Landschaftsbilder fort.
Verlässt man Athen, die Landeshauptstadt und seit
je her kultureller Mittelpunkt, in die eine Richtung, so gelangt
man in die Berge von Parnes, Pendeli und Hymettos. Lässt
man die Stadt auf der gegenüberliegenden Seite hinter
sich zurück, so umspült bald Meerwasser die Füße
und frischer Meerwind saust einem um die Nase. Attika verfügt
natürlich auch über eine Vielzahl historischer Stätten,
wie z. B. den Tempel des Poseidon, das Heiligtum der Demeter
und das byzantinische Kloster Kessariani.
Ganz im Süden angelangt wird die raue Leidenschaft geweckt.
Wilde Felsformationen, dorniger Ginster und das aufgeschäumte
Meer- das und noch viel mehr ist Peloponnes. Einst
Halbinsel trennt nun seit dem 19. Jh. der Kanal von Korinth
die Insel vom Festland. Zitronen- und Olivenhaine, leckerer
Wein und Menschen, denen die Liebe zu ihrer Heimat aber auch
die Herzlichkeit von der Stirn zu lesen ist, machen diesen
Landstrich zu einem wild-romantischen Erlebnis.
Wer die Ägäis nach Süden in Richtung
offenes Mittelmeer verlässt, der hat den südlichsten
Teil Europas noch vor sich- Kreta. Schon von weitem
werden die imposanten Höhenzüge des Ida- und Dikti-
Gebirges, später dann auch die berühmten Weißen
Berge sichtbar.
Es scheint eine Art natürliche Grenze zu sein, sind doch
auch die klimatischen Unterschiede deutlich vom jeweiligen
Einfluss durch nördliches Mittelmeer (Europa) und südliches
Mittelmeer (Afrika)
geprägt. Während dessen der Küstenstreifen
im Norden eher flach ist und über unzählige Buchten
und weite Strände verfügt, ist der südliche
Teil durch zerklüftete Felslandschaften geprägt.
Typisch sind verschlafene Dörfer, Burgruinen und versteckte
Kapellen inmitten ausgedehnter Zypressen-, Kastanien- und
Eichenwälder.
Wie überhaupt in Griechenland wird man auch noch
überrascht, wenn man gar nicht mehr damit rechnet. Dieses
Urlaubsland ist von so beeindruckender Vielfältigkeit,
dass man die Zeit schnell vergisst
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